Fahrbericht Opel Corsa OPC - Teil 2

Opel Corsa OPC

Foto: Mario-Roman Lambrecht

Auch auf hohe Alltagstauglichkeit wurde viel Wert gelegt. Ein Trip von mehreren hundert km am Stück, bereiten weder dem Fahrer noch seiner Bandscheibe großartige Probleme. Dafür sorgen neben Fahrwerk auch die erstaunlich bequemen Sportsitze, die zudem einen sehr guten Seitenhalt bieten. Der Spritverbrauch pendelte sich bei vollgasfesten 10 Litern ein. Hätte mein Gasfuß nicht immer so viel mit dem Gaspedal geflirtet, wären auch locker 8-9 Liter drin gewesen. Wollten die beiden aber nicht. Seltsamerweise schien der gelbe Frechdachs die Sonne gleich mitgebracht zu haben. Während der zwei Wochen, in denen ich das Auto testen durfte, kam es kein einziges Mal zum Niederschlag. So kann leider nichts zur Fahrpraxis in feuchtem Terrain gesagt werden, was sehr schade ist, denn genau hier zeigen sich oft die Tücken, wenn sich zu viel Kraft auf der Vorderachse sammelt.

Opel Corsa OPC

Foto: Mario-Roman Lambrecht

Opel Corsa OPC

Foto: Mario-Roman Lambrecht

In der Basis kommt der Corsa OPC auf 23.100 Euro. Der einzige wirkliche Rivale in dem Segment heißt Mini John Cooper Works. Der kommt zwar mit 19 PS mehr, Sperrdifferential und einem besseren Prestige daher, liegt aber mit knapp 29.000 Euro in der Basis schon knapp 6.000 Euro über dem Opel.

Selbst vollausgestattet mit Leder, Navi, Sonnendach und anderem Krimskrams, kommt der Corsa OPC mit ca. 28.000 Euro günstiger als der JCW. Fahrspaß bringen alle beide mit sich. Im direkten Vergleich, ist der Corsa dem Mini allerdings haushoch überlegen. Nicht nur dass er verspielter wirkt, er ist auch deutlich alltagstauglicher.

Mario-Roman Lambrecht mit dem Pokémon

Foto: Mario-Roman Lambrecht

Fazit: Der Corsa ist ja eigentlich mehr so eine Art „Hausfrauenauto“. Wer drauf steht, tut sich den 1 Liter Basismotor mit Stahlfelgen an. Brachiale 14 Zöller verstehen sich von selbst. Grundsätzlich reicht das, um emotionsbefreit von A nach B zu tuckern. Wer aber auf Emotionen steht, der greift zur OPC-Variante.

Viele meiner Freunde runzelten mit der Stirn, dass ich dieses Auto in so hohen Tönen gelobt habe. Einige wurden mittels Landstraßeneinlagen im Corsa bekehrt, die anderen haben etwas verpasst. Der Corsa OPC ist der meiner Meinung nach der derzeit beste OPC, den es zu kaufen gibt. Er bietet Fahrspaß, einen relativ gemäßigten Verbrauch, ein überaus faires Preis-/Leistungs-Verhältnis in seiner Klasse und schaut dazu noch fein aus. Und das ist mir viel mehr wert, als ein Auto mit einem makellosen Image. Der Corsa hat Ecken und Kanten und genau das macht ihn aus. (Text + Fotos: Mario-Roman Lambrecht)

pro:
- sehr gutes Handling
- bequeme Sportsitze
- direkte Lenkung
- hohe Alltagstauglichkeit
- gutes Preis-/Leistungs-Verhältnis

contra:
- schlechte Übersicht im C-Säulen-Bereich
- mauer Auspuffsound
- Soundanlage eher unterer Durchschnitt

Note: 2

Datenblatt Opel Corsa OPC
Hubraum: 1.598 cm⊃3; | 141 kw (192 PS) bei 5.850 U/min | 230 Nm bei 1.980 – 5.850 U/min | Vmax: 225 km/h | Beschleunigung 0- 100 km/h in 7,2 s | Co2 Emission g/km: 190 g | Durchschnittsverbrauch: 7,9 l/100 km | Preis: ab 23.100 EUR inkl. MwSt.

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