Pressepräsentation Jaguar XKR-S Cabriolet

aguar XKR-S Cabriolet

Foto: Auto-Medienportal.Net/Jaguar

16.02.2012 - Es gibt nicht viele Regionen in Europa, in denen der Luxus-Sportler Jaguar XK nicht auffällt. Dazu zählt die Küste zwischen Monaco und St. Tropez. Wer da die Blicke von Autofreunden und anderen auf sich ziehen will, sollte schon im Jaguar XKR-S, und am besten im Cabriolet fahren, das im März auf den Markt kommt. Von da an gilt: Was das offene Stoffverdeck nicht an Zuwendung bringt, muss der Kompressormotor mit seinem Sound schaffen. Beide zusammen sind gute Partner.

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Wir hatten jetzt Gelegenheit, das neue, starke Cabrio kennenzulernen – mit offenem Dach, die ersten Kirschblüten im Blick. Das Coupé hatten wir schon im Herbst vergangenen Jahres gefahren. Doch nach dem Öffnen des elektrischen, mehrlagigen und geräuschgedämmten Dachs in 18 Sekunden hatte es doch den Charakter einer ersten Begegnung. Der Motor erwacht beim Anlassen mit einem kurzen, heftigen und so deutlich vernehmbaren Gasstoß, dass einem gleich bewusst wird, was da unter der Haube vor sich geht.

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Foto: Auto-Medienportal.Net

Der Aluminium-Achtzylinder mit fünf Litern Hubraum bemüht sich gar nicht erst um Zurückhaltung Er teilt auch denen, die es nicht hören wollen mit, dass jetzt 505 kW / 550 PS erwacht sind, eingeblasen von einem mechanischen Root-Kompressor, der im „V-Ausschnitt“ des Motors sitzt. Gegenüber der bisher stärksten Version im XKR sind das noch einmal 40 PS und 55 Newtonmeter (Nm) Drehmoment mehr. Das maximale Drehmoment erreicht nun 680 Nm.

Damit schafft der 1,8-Tonner mit der Aluminium-Karosserie den Standardsprint von 0 auf 100 km/h in 4,4 Sekunden. Dabei gönnt er sich einen ordentlichen Schluck aus der Spritpulle. Der Durchschnittsverbrauch (nach EU-Norm) liegt bei 12,3 Litern. Wer mehr in zügige Fortbewegung investieren will: Seine Höchstgeschwindigkeit wird bei 300 km/h abgeregelt. Er kann mehr, heben die Jaguar-Techniker hervor. Aber man ist ja bescheiden, britisch eben.

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Foto: Auto-Medienportal.Net

Britisch ist der Jaguar XK allemal. Als er 2005 präsentiert wurde, war er das erste Beispiel für die neue Designsprache des Herstellers, der heute zum indischen Tata-Konzern gehört. Aber auch beim neuen Design konnte und kann der XK auch heute mit dem leichten Facelift für den Modelljahrgang 2012 seine Wurzeln nicht verleugnen. Er passt in die lange Reihe der XK-Modelle, der sportlichen Zweisitzer mit zwei Notsitzen aus den 50er und 60er Jahren. Die Linienführung ist vertraut.

Für die S-Version hat Jaguar aber einige Veränderungen an der Außenhaut vorgenommen, die auch dem Ziel dienen sollen, das Cabrio auch oberhalb 250 km/h stabil auf der Straße zu halten. Der Stoßfänger weist – wie beim Coupé – senkrechte Linien auf und öffnet dem Fahrtwind zwei senkrechte Lufteinlässe, der die Luft an den Fahrzeugseiten nach unten leiten und die Strömung an den vergrößerten Seitenschwellern glätten. Der dominante Splitter unterhalb des Bugs besteht aus Karbon. Heckspoiler und Diffisor sorgen an der Hinterachse für einen um 26 Prozent reduzierten Abtrieb. Der S liegt zehn Millimeter tiefer als seine XK-Verwandten.

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Foto: Auto-Medienportal.Net/Jaguar

Die Feinarbeiten am Fahrwerk passen zum Motor und zum elegant-schnellen Aussehen. Die Lenkung spricht präziser und direkter an; die aktive Steuerung der Differenzialsperre wurde neu programmiert. Zugleich wurde der leichte Mitlenkeffekt der Hinterräder zugunsten einer betont sportliche Auslegung optimiert und die Federraten wurden erhöht. Die geschmiedeten 20-Zoll-Räder verringern die ungefederten Massen um fünf Prozent. Vorn werden Pirelli 255/35 ZR 20 aufgezogen, hinten breite 295/30 ZR 20.

Wer das in voller Pracht auf der Straße erleben will, der schaltet den Modus „TracDSC“ ein. Mit veränderten Schlupfgrenzwerten, anderer Drehmomentenverteilung und angehohenen Interventiosnschwellen wird der Jaguar dann zum reißenden Raubtier, das man besser nur auf der Rennstrecke freilässt.

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