Vorstellung Audi A1 Sportback Teil 2

Audi A1 Sportback

Foto: Audi/Auto-Reporter.NET

Zum Einsatz kommen beim A1 Sportback nicht weniger als sieben durchweg (turbo-) aufgeladene Vierzylinder. Mit 86 bis zu 185 PS geht’s per TDI oder TFSI voran. Besonders interessante Varianten sind der Sparkünstler 1.6 TDI, 90 oder 105 PS leistend, der mit durchschnittlich 3,9 Liter Diesel auskommt (CO2: 99 g/km) und erst recht der neu entwickelte 1.4 TFSI, ein Vierzylinder, bei dem zwei Zylinder zeitweise außer Gefecht gesetzt werden, indem deren Einspritzung deaktiviert wird, sobald sowohl die Ein- als auch die Auslassventile des zweiten und dritten Zylinders geschlossen bleiben. Dafür sorgen elektromagnetisch verschiebbare „Nullhubprofile“ auf der Nockenwelle bei Schubbetrieb („Rollenlassen“) oder wenn lediglich niedrige bis mittlere Last anfällt. Der Wechsel zwischen Vier- und Zweizylinderbetrieb lässt sich über eine entsprechende Angabe in der Momentanverbrauchsanzeige des Bordcomputers verfolgen. Beim Fahren selbst ist der Übergang von zwei zu vier arbeitenden Zylindern nur bei gespannter Aufmerksamkeit am einsetzenden Leistungszuwachs zu bemerken. Auch im Zweizylinderbetrieb läuft der Motor unauffällig rund. Die Aufgabe, während der Arbeitspause zweier Zylinder einen vibrationsarmen Rundlauf des 1.4 TFSI zu sichern, löste Audi recht überzeugend.

Premiere hatte das System bei Audis V8-Motorisierung im S7/S8. Bislang war in der Autobranche mit der Zylinderabschaltung („cylinder on demand“-Technologie) versucht worden, großvolumige Motoren ein wenig genügsamer zu machen. Davon ausgehen kann man wohl, dass künftig zunehmend auch Triebwerke von bescheidenerem Hubraum per Zylinderabschaltung auf Sparsamkeit getrimmt werden. Im Übrigen sind es aber wohl eher die kleinen technischen Raffinessen, „Tippelschritte“, hin zu geringerem Kraftstoffverbrauch, die Bedeutung behalten. Dazu gehören etwa die minimierte innere Reibung in Teilbereichen des Motors und ein ausgeklügeltes Thermomanagement. Aus der Gesamtheit der Optimierungen erklärt sich der vermeintliche Widerspruch, dass Motoren mit immer weniger Kraftstoff auskommen, dennoch aber mehr leisten. Übrigens hat sich das Start-Stop-System bei fast allen A1-Motorisierungen durchgesetzt.

Beim neuen 2.0 TDI, etwas später im A1 Sportback zu haben, wurde eine ganze Reihe solcher Detailmaßnahmen verwirklicht, um das Triebwerk besonders effizient arbeiten zu lassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: 143 PS, 320 Newtonmeter Drehmoment von 1.750 bis 2.500 U/min, 4,1 l/100 km Durchschnittsverbrauch. Kein Wunder, dass sich das drehmomentreiche Motorisierungskonzept beim kurvigen Auf und Ab der Testrouten besondere Sympathien erwarb.

Das potenteste Triebwerk für den kleinsten Sportback liefert der 185 PS leistende 1.4 TFSI. Ein Kompressor, mechanisch vom Motor angetrieben, und ein nachgeschalteter Abgasturbolader sind an der Leistungsausbeute beteiligt. Das Topmodell kommt in sieben Sekunden auf Tempo 100. Höchstgeschwindigkeit: 227 km/h, Durchschnittsverbrauch: 5,9 l/100 km.

Premiumanspruch verpflichtet. Deshalb wird selbst dem kleinen A1 Sportback wahlweise die imponierende siebengängige S tronic mitgegeben. Auch in Sachen Bedienung lässt sie keine Wünsche offen (kurzer Wählhebel, Wippen am Lenkrad). Gewählt werden kann außer dem Normal-Modus D die sportliche Betriebsweise S, bei der der Gangwechsel von unten nach oben erst bei höheren Drehzahlen erfolgt und eine dementsprechend dynamischere Kraftenthaltung beschert. Ordern lässt sich die S tronic für den 1.6 TDI (90 PS) und 1.4 TFSI (122 PS). Beim TFSI mit 185 PS, dem Topmodell, gehört sie zur Serienausstattung.

Audis kompakter Fünftürer ist ab 16.950 Euro zu haben. (Auto-Reporter.NET/Wolfram Riedel)

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