NISSAN GT-R EGOIST
SPORTcars 16.02.2011 - Unterm Strich zähl nur ich: so die Aussage eines Egoisten. Und diesen Spruch müssen wohl auch die Macher des neuen NISSAN GT-R EGOIST im fernen Japan gehört haben. Denn wem nach der Überarbeitung des Supersportwagen GT-R des Modelljahrs 2011 dieser noch zu langweilig ist, der kauft sich halt den "GT-R EGOIST". Das Sondermodell, das nur auf Bestellung nach den Wünschen des künftigen Besitzers zusammengestellte wird. Ist ein Fahrzeug für Individualisten und Egoisten. Denn der in weiten Teilen in liebevoller Handarbeit aufgebaute NISSAN GT-R EGOIST koste nach Aussage von Nissan in Deutschland rund 180.000 Euro.
NISSAN GT-R EGOIST
Foto: NISSAN/sport-cars.de
Rein optisch unterscheidet der NISSAN GT-R EGOIST sich kaum vom 2011er Modell. Nur Kenner werden sofort sehen, dass der EGOIST eine Mischung aus dem 2011er Modell und dem im Jahr 2010 vorgestellten Sondermodell "Spec-V" ist. Somit verfügt der EGOIST über alle Upgrades des 2011er: So nahm zum Beispiel die Leistung des von zwei Turboladern angefachten 3,8-Liter-V6-Motors von 485 auf 530 PS zu. Zugleich stieg das maximale Drehmoment von 588 auf 612 Nm - begleitet von niedrigeren Emissionen und einem geringeren Verbrauch. So gerüstet Beschleunigt der EGOIST in sagenhaften 3,046 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 315 km/h.
Das Egoist-Paket wird komplettiert durch einige bislang nur der 2010 vorgestellten Spec-V-Version des Nissan GT-R vorbehaltene Details wie etwa die geschmiedeten Sechsspeichen-LM-Räder von RAYS - eigens für den Egoist mit einem Finish in "Blue Sword" veredelt - und einem Heckspoiler aus Kohlefaser.
Unterscheidet sich der GT-R EGOIST von Außen kaum von seinen Serien-Brüdern, ändert sich die Sache dann im Innenraum. Denn im Grunde kann der Aufpreis von ca. 90.000 Euro nicht daran festgemacht werden, dass der EGOIST das Spec-V-Paket trägt und nur er über den exklusiven Farbton Ultimate Opal White verfügt. Also wo steckt den nun das Geld? Nach Aussage von Nissan hauptsächlich in den hochwertigen Materialien und Komponenten, die verbaut werden.
Im Focus der Arbeiten stand dabei das Cockpit, das nun komplett mit hochwertigstem Leder des deutschen Lederspezialisten Seton ausgeschlagen wird. Insgesamt benötigt alleine Seton 15 Rinderhäute und zwei Monate Feinarbeit bis jedes Innenraumteil des Sportwagens mit Leder überzogen worden ist. Insgesamt hat der Kunde die Wahl aus 20 unterschiedlich eingefärbten Ledersorten und 84 Farbkompositionen. Dazu gesellt sich dann noch ein Soundsystem der Extra-Klasse.
Eine von Technologieführer BOSE konzipiertes Soundsystem mit insgesamt elf Lautsprechern und einem neu entwickelten Acht-Kanal-Digital-Verstärkers wir speziell auf den Kunden eingemessen. Dazu wird bei der Bestellung des GT-R Egoist detailliert seine wichtigsten Körpermaße abgenommen und seine ideale Position hinter dem Lenkrad bestimmt. Die Körpergröße, die Beinlänge und der bevorzugte Neigungswinkel der Sitzlehne werden ins Werk übermittelt, um eine optimale Ausrichtung des Acht-Kanal-Digital-Verstärkers vornehmen. (sc/th.w)





